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KWC - das Ende einer Erfolgsstory

Veröffentlicht von am in Uwe´s Blog
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Kyosho World Cup, kurz KWC - das ist, das war eine Erfolgsstory. War, weil das letzte Kapitel dieser Geschichte am 23. August auf der RC-Car-Strecke von Bernau bei Berlin zugeschlagen wird. Es ist - nach dem Ende von Kyosho Deutschland und der jäh gescheiterten Übernahme durch robbe Modellsport - das letzte KWC-Rennen, das letzte einer 20-jährigen Renngeschichte.

Der 23. August wird ein trauriger Tag für den Modell-Rennsport. Denn der KWC hat den Modell-Rennsport, speziell die Verbrenner-Glattbahn-Szene, geprägt und regelrecht belebt. Viele Fahrer, vor allem Jugendliche, haben über den KWC den Zugang zu den RC-Car-Rennen gefunden. Das war auch im Sportkreis West so, wo der KWC immerhin bis 2012 weiterlebte. Guido Burghartz und Matthias de Keyser sind aus dieser Zeit heute noch in der mittlerweilen erfolgreichen HC10 im Nitro-West-Masters noch dabei. Aber auch Bernd Rausch, um nur einen zu nennen, machte seinen Weg aus dem KWC bis auf die internationale VG10-Bühne.

"Bereits 1995 war der Start in viele Jahre großartiger Events. Ich war von Anfang an dabei und durfte eine wunderbare Zeit mit vielen tollen Rennen miterleben. Dabei meine ich nicht nur die Höhepunkte, die Weltfinals in Hawaii, in Peking, Dubai oder Paris, sondern auch die vielen regionalen Rennen mit vielen schönen Erlebnissen. Besonders war es immer wieder eine Freude, wenn man miterlebte, wie junge Fahrer ihre ersten Runden unsicher fuhren und sich dann zu richtig guten und erfolgreichen Rennfahrern entwickelten. Der KWC trug so maßgeblich mit zur Nachwuchsentwicklung im RC-Car-Sport bei", schreibt ein wehmütiger Peter Pfeil in der Einladung zum letzten KWC-Rennen.

Nachwuchsentwicklung - genau darum ging es. Kyosho hat mit diesem Markenpokal Großes geleistet, Nachhaltiges geschaffen. Dafür gebührt Kyosho große Anerkennung. 

Und ein großes, sehr großes Dankeschön gebührt Peter Pfeil, der den KWC über 20 Jahre betreut und gesteuert hat. Sein unermüdlicher Einsatz hat Vorbild-Charakter, und er hat sich mit seiner Arbeit quasi ein Denkmal gesetzt. Die Auszeichnung mit einer DMC-Ehrennadel wäre das Mindeste an Anerkennung.

Die Frage ist, was kommt. Wo ist die Modellbau-Firma, die den Mut besitzt, eine Rennserie zu kreieren, die sich nachhaltig der Nachwuchsförderung im RC-Car-Rennsport widmet und dafür sorgt, dass junge Menschen wieder den Zugang zu diesem vielseitigen Hobby finden? Oder überrascht vielleicht sogar der deutsche Dachverband DMC mit einem wirkungsvollen Konzept zur Nachwuchsförderung? Oder hinterläßt des Kyosho World Cup am Ende einfach nur eine große Lücke? Letzteres ist wohl am wahrscheinlichsten, leider.

Uwe Baldes, 1962 in Adenau am Nürburgring geboren und mit Benzin getauft, ist gelernter Sportjournalist und arbeitet im Bereich Marketing & Kommunikation im "großen" Motorsport. Mit dem "kleinen" Motorsport beschäftigt er sich seit 1992, im Oktober 1993 fuhr er in Oberhausen sein erstes Rennen. Die VG8 ist die Lieblingsklasse des seit 1990 in Müsch an der Ahr lebenden Uwe Baldes.


Bereits in den Neunzigerjahren organisierte er die NRW-Trophy, eine Serie von Verbrenner-Glattbahn-Rennen. 2009 startete er die "Initiative NW", zunächst wieder eine Rennserie, die West-Meisterschaft, aus der ab 2010 das Nitro-West-Masters (NWM) wurde. 2010 ging auch die Website nitro-west.de online, eine Informations-Plattform über das Nitro-Racing mit den Klassen VG8, VG10, HC8 und HC10, vor allem im Westen Deutschlands.

Kommentare

  • Spies
    Spies Montag, 02 Mai 2016

    Ich habe als ehemaliger Mitarbeiter von Kyosho Deutschland mit Stefan Danz und Peter Pfeil in Deutschland mit aufgebaut. Ich begreife bis heute nicht, wie B.Möbus den Laden an die Wand fahren konnte und ich hoffe das bald neben Nitro West doch vielleicht ein Hersteller oder Importeur für eine Verbrennen Serie interessiert, aber auch hier haben sich die Zeiten nicht zum Guten geändert

  • Matthias de Keyser
    Matthias de Keyser Montag, 17 August 2015

    Ja, das waren noch Zeiten. Schade das es zu Ende geht. Wobei ich sehr glücklich bin über die derzeitige Entwicklung des HC10/PSS. Und die Finalläufe des PSS waren bisher fast genauso gut wie beim KWC. :)

    Wir, anfangs noch 6 Fahrer, kamen vom Metro-Parkplatz, über das Sonntägliche Training in Dormagen, bis hin zum HC10/PSS. Wir wurden (werden??) zwar hin und wieder belächelt (Renn-Ente, 2,5 ccm mit Anteißstarter, etc.) aber es war ein tolle Zeit, mit viel Spaß und Unterstützung. Hierfür Danke an alle Unterstützer und die Macher des KWC, des HC10 und des PSS.

    Wenn der DMC jetzt noch verstehen würde die Parkplatzfahrer, die es immer noch gibt, auf die Strecke zu holen, wäre für den Nachwuchs gesorgt und man sieht mal ein paar neue/junge Gesichter an der Strecke.

    Schöne Grüße,
    Matthias

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Gast
Gast Freitag, 20 April 2018

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