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Reifen-Desaster bei der DM VG8: DMC erwirkt Lösung

Der RC-Car-Dachverband DMC hat für das Reifen-Desaster bei der Deutschen Meisterschaft VG8 in Ettlingen eine Lösung für alle Teilnehmer erwirkt. Alle Teilnehmer, die ihre - benutzen oder unbenutzten - DM-Reifen an den Lieferanten RMV Deutschland gesendet haben oder bis spätestens 04. Dezember 2018 einsenden, erhalten im Tausch neue Contact-Räder in der DM-Spezifikation. Alle Teilnehmer, die ihre DM-Reifen bereits anderweitig entsorgt haben, erhalten direkt vom DMC eine Rückerstattung in Form von zwei Reifensätzen.

Der energische Einsatz des DMC-Präsidiums und in erster Linie von VG-Referent Josef Dragani verdient Respekt, vor allem die Entscheidung, das der DMC auf - vorerst - eigene Kosten zwei Sätze erstattet. Der ausrichtende MC Ettlingen, Auftraggeber der Reifenbestellung und somit anders als der DMC auch rechtlich involviert, lehnt eine Beteiligung an der Wiedergutmachung für das Reifen-Desaster bislang ab. Ausrichter von VG8- und VG10-DM´s nehmen seit einigen Jahren eine Sonderrolle unter den DM-Ausrichtern ein, denn für jeden Pflichtreifensatz und für jeden Trainingsreifensatz, ob vorab bestellt oder vor Ort gekauft, erhält der ausrichtende Verein eine Handlingspauschale von 1,50 Euro. Bei 800 Reifensätzen sind das immerhin 1.200 Euro zusätzlich in die Vereinskasse.

Bei der DM VG8 vom 13. bis 16. September beim MC Ettlingen entsprachen die DM-Einheitsräder der Marke Contact überwiegend nicht der bestellten DM-Spezifikation. So wurden beispielsweise Shorehärten von acht (!!) bis 49 Shore gemessen, dabei sollten die Fronträder 32 und die Heckreifen 35 Shore aufweisen.   

Hier der Wortlaut der DMC-Meldung vom 21. November 2018:

DM VG8 Ettlingen: DMC erzielt Lösung für alle Teilnehmer

Geschrieben von Josef Dragani am 21. November 2018 um 16:24

Positive Nachricht für alle Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft VG8 2018: Für alle Fahrer, die an der vom 13. bis 16. September vom MC Ettlingen ausgerichteten DM teilgenommen haben, gibt es eine Rückerstattung in Form von neuen Reifensätzen der Marke Contact in der DM-Spezifikation. Diese Rückerstattung erfolgt zweigeteilt:

Erstens, VG-Referent Josef Dragani hat mit dem Reifenhersteller Contact und mit Reifenlieferant RMV Deutschland intensiv nachverhandelt und folgende Einigung erzielt: Alle DM-Einheitsräder, die bereits an RMV Deutschland geschickt wurden oder bis zum Ende der bis zum 04.12.2018 verlängerten Frist eingesendet werden, ganz gleich ob gefahren oder unbenutzt, werden eins zu eins gegen neue Contact-Reifensätze der DM-Spezifikation – 32 Shore vorne, 35 Shore hinten – getauscht.

Zweitens, der DMC-Vorstand hat entschieden, dass alle Teilnehmer, die keine Reifen an RMV Deutschland einsenden, weil sie diese ggf. bereits entsorgt haben, eine Teilerstattung mit zwei Reifensätzen der DM-Spezifikation – 32 Shore vorne, 35 Shore hinten erhalten.

„Schon bei der Siegerehrung anlässlich der DM VG8 hat der DMC-Offizielle Werner Schwarz gesagt, dass sich der DMC um das Reifen-Debakel kümmern wird. Das haben wir gemacht und uns für die Fahrer eingesetzt. So können wir heute eine Lösung anbieten, die allen Teilnehmern zu Gute kommt“, erklärt DMC-Vizepräsident Josef Dragani. „Nach hartem aber sehr konstruktiven Ringen haben wir mit Contact und RMV eine angemessene Lösung gefunden und dafür auch die Rückgabefrist noch einmal verlängert. Und für all jene DM-Teilnehmer, die keine DM-Reifen einsenden können, übernimmt der DMC eine Teilerstattung von zwei Sätzen.“ Die Kosten für die Teilerstattung übernimmt zumindest vorerst der DMC, obwohl der DMC rein rechtlich in diesem Fall keine Rolle spielt, da bei der Reifenbestellung der MC Ettlingen der Auftraggeber und RMV Deutschland der Auftragnehmer war.

Im Angebotsverfahren für die DM VG8 2018 hatte RMV Deutschland den Zuschlag erhalten, Reifensätze der Marke Contact gemäß DM-Spezifikation zu liefern. Während der DM wurde jedoch schnell deutlich, dass die direkt von der Firma Contact an den MC Ettlingen gelieferten Reifen überwiegend nicht der bestellten Spezifikation entsprochen haben, was letztlich zu großem Unmut und zu vielfachen Beschwerden der Teilnehmer führte.

Sowohl das Präsidium des DMC als auch die VG-Sektion bei dem am Wochenende (24./25.11.2018) stattfindenden DMC-Sportbundtag werden sich mit weiteren Konsequenzen aus dem Reifen-Debakel beschäftigen. Dabei geht es vor allem darum, wie künftig eine ordnungsgemäße DM-Durchführung mit qualitativ hochwertigen Einheitsreifen gewährleistet werden kann. Detaillierte Vorschläge sind unverändert willkommen und können direkt an Josef Dragani ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) gesendet werden.