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DM @ Dormagen: K1-Champion Toni Gruber im Interview

"O'zapft is!" heißt es in diesen Tagen nicht nur auf dem Oktoberfest in München, "O'zapft is!" hieß es auch nach dem Finale zur Deutschen Meisterschaft VG8 in Dormagen bei Toini Gruber. Der Jugendliche vom 1. VMSC Plauen feierte seinen großen Triumph, nicht nur Jugendmeister geworden zu sein, sondern erstmals auch den ersten Platz im Gesamtklassement belegt zu haben, zünftig mit einem "Pittermännchen", einem Zehn-Liter-Kölsch-Fass, wie es rund um Köln Tradition ist. Das Serpent-Team stand Spalier und stieß mit ihm auf den Titel an. Während seine Boxencrew mit Papa Gerrit und Opa Hartmut samt Oma voller Stolz mit der Sonne über Köln um die Wette strahlten, konnte Toni Gruber sein Glück noch nicht wirklich fassen. Der Sportkreis-Meister Süd, der einen Serpent 966 mit Motor, Reifen und Sprit von Xceed sowie Protoform-Karosse und Futaba-Anlage fährt, hat es nach einem enttäuschenden 15. Vorlaufrang geschafft, vom Viertel- über das Halbfinale bis in das Finale vorzustossen und dort nach 45 Minuten - übrigens ohne Reifenwechsel - die Konkurrenz mit einer fehlerfreien, souveränen Fahrt hinter sich zu lassen.

Jugendmeister etc. warst Du ja schon häufiger, doch nun bist Du Deutscher Meister VG8 Klasse 1, also nicht nur Champion in Deiner Altersklasse. Wie fühlst Du Dich? Was bedeutet Dir dieser Titel?

Toni Gruber: "Der Titel bedeutet mir sehr viel, weil ich mich als Jugendlicher gegen die Erwachsenen behaupten konnte. Es ist für mich immer wieder ein Ansporn gegen nationale und international erfahrene Fahrer anzutreten. So langsam wird mir bewusst, was ich da geleistet habe."

Nach den Vorläufen warst Du "nur" auf Rang 15, musstest also ins Viertelfinale. Hast Du am Samstagabend einen solchen Triumph noch für möglich gehalten?

Gruber: "Der 15. Platz nach den Vorläufen war für mich schon enttäuschend, da ich in jedem Vorlauf Probleme verschiedenster Art hatte. Aber mein Ziel war auf jeden Fall, das Finale zu erreichen, was ja dann auch funktioniert hat."

Nachdem es in den Vorläufen offenbar nicht so gut lief, was war dann der Schlüssel zum Erfolg, um vom Viertelfinale bis zum Titel durchzumarschieren?

Gruber: "Wie schon gesagt, mein Ziel war das Erreichen vom Finale. Somit durfte ich mir im Viertelfinale keinen Fehler erlauben. Wir haben gemerkt, das wir an der Hinterachse noch einige Änderungen vornehmen müssen, damit das Auto mehr meinem Fahrstil entgegen kommt. Auf Grund meiner reifenschonenden Fahrweise war auch in keinem Finale ein Reifenwechsel notwenig, selbst im Finale über 45 Minuten nicht."

Wie hat Dir die Strecke des MCK Dormagen und diese DM gefallen?

Gruber: "Die Strecke des MCK Dormagen war für mich völlig neu. Ich hätte gern ein paar mehr Trainingseinheiten genutzt, aber leider hatte da das Wetter etwas dagegen. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und erfordert volle Konzentration, sie verzeiht keine Fehler. Die DM war eine gelungene und gut durchorganisierte Veranstaltung. Ein Dankeschön an die Rennleitung und die Zeitnahme."

Was steht in Punkto RC Car bei Dir als nächstes auf dem Plan?

Gruber: "Mein nächstes großes Ziel ist ein gutes Abschneiden bei der WM VG10 in Bangkok. Ansonsten will ich dieses Jahr noch die Vogtland-Meisterschaft mit dem Elektro-Tourenwagen klar machen und ein gutes Ergebnis bei der Süddeutschen Meisterschaft erreichen. Danach freu ich mich auf die Winterpause."

nitro-west.de gratuliert Toni Gruber zum DM-Titel in der Klasse 1 und wünscht weiterhin viel Erfolg!